Alexa Hennig von Lange

Kampfsterne

Buchtipp im September 2018 von Susanne Mühlhausen

Alexa Hennig von Lange

Kampfsterne

DuMont Buchverlag

978-3-8321-9774-2

20 €

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Kampfsterne

Das Leben könnte so schön sein in einer Vorortsiedlung in den 80er Jahren in Deutschland:

man hat wohlerzogene Kinder, die richtigen Freunde, tolle Möbel und fährt in die angesagten Orte in den Urlaub. Die Zufriedenheit stellt sich aber nicht ein.

Am Beispiel von drei Familien werden die Auswirkungen einer Erziehung gezeigt, bei denen die Kinder immer im Mittelpunkt stehen, wo gefördert und gefordert wird. Das Talent der Kinder soll die eigene Bedeutungslosigkeit übertünchen. Freundschaften werden nicht durch die Kinder selbst geschlossen, sondern von den Eltern organisiert.

Als der Konkurrenzdruck zwischen den Elternpaaren und unter den Kindern immer größer wird nehmen die Kinder das Heft selbst in die Hand und lassen auf einem Musikabend eine Bombe platzen.

Die Autorin hat einen bitterbösen Roman über Eltern und Paare geschrieben, die alles richtig machen wollen und dabei grandios scheitern. Das Buch liest sich fast so nüchtern wie ein Protokoll, aber lässt den Leser durch die wechselnden Erzählperspektiven und die aufgeladene Sprache nicht mehr los.

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